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Du möchtest wissen, wie viel es kostet, ein Buch im Selfpublishing zu veröffentlichen?

Die kurze Antwort: Viel.

Die lange: Natürlich kommt es stark darauf an, wie viele Seiten ein Buch hat. Je mehr Seiten, desto teurer wird es. Gehen wir von einem durchschnittlichen Buch von 300 Normseiten aus, das sind rund 1’500 Zeichen pro Seite.

Lektorat

Im Lektorat wird das Manuskript inhaltlich und stilistisch auf Herz und Nieren geprüft. Eine Lektorin findet Plotlöcher, falsche Formulierungen und bei mir im Speziellen: typisch schweizerische Wörter. Das Lektorat tut richtig weh, nicht nur, wenn man die Rechnung sieht. Das fängt bei 4 Euro pro Normseite an, meistens zahlt man aber mehr. Von einem Lektorat profitiert eine Geschichte unglaublich, nie würde ich ohne veröffentlichen.

Kosten: EUR 1‘200

Korrektorat

Eine Korrektorin durchsucht den Text auf Rechtschreibung und Grammatik, damit sich zukünftige Leser auf die Geschichte konzentrieren können und nicht durch Vertipper abgelenkt werden. Das kostet zwischen 1.50 und 2.50 Euro pro Normseite. Mehr geht immer.

Kosten: EUR 450

Cover

Meiner Meinung nach ist ein professionelles Cover absolut essentiell! Es muss zum Genre passen und dem Leser ein Gefühl vermitteln, was für eine Geschichte ihn erwartet. Und es muss professionell gestaltet sein, weswegen ich eine Grafikerin engagiert habe. Für ein Cover kann man auch viel Geld ausgeben, zwischen 350 und 600 Euro.

Kosten: EUR 350

Buchsatz

Den Buchsatz kann man in fremde Hände geben, muss man aber nicht. Ich habe mich fürs Selbermachen entschieden. Dafür habe ich einen Buchsatzkurs besucht, der mich einmalig und im Sonderangebot 120 Euro gekostet hat. Fürs Setzen habe ich die Testversion von InDesign genutzt (gratis, aber sonst kostet ein Monatsabo rund 35 Euro). Bei einer Setzerin hätte der Buchsatz rund 1.50 – 2 Euro pro Normseite fürs Taschenbuch und 0.50 Euro plus 75 Euro Pauschale fürs eBook gekostet (ca. 675 Euro). Die Investition in den Kurs hat sich also gelohnt.

Kosten: EUR 35

Auflagendruck

Da mein Taschenbuch sich nicht von einem Verlagsbuch unterscheiden soll und weil ich es gerne mal in einer Buchhandlung sehen würde, habe ich mich für einen Auflagendruck entschieden. Das heißt, eine Druckerei druckt mehrere hundert Stück meines Buches und ich zahle diese im Voraus, ohne zu wissen, ob jemals alle verkauft werden. Hier muss man ungefähr mit Kosten von 3 Euro pro Stück rechnen.

Kosten: EUR 700

Marketing

Was nützt ein gutes Buch, wenn niemand es kauft? Um potentielle Leser auf mich aufmerksam zu machen, habe ich auch Geld in die Hand genommen. Zum einen für Werbematerialien, die meine Coverdesignerin erstellt hat (Postkarten, Social Media Grafiken) für rund 50 Euro, zum anderen für Newsletterwerbung, rund 170 Euro.

Kosten: EUR 220

Das wars. Alles in allem:

  • Lektorat: EUR 1’200
  • Korrektorat: EUR 450
  • Cover: EUR 350
  • Buchsatz: EUR 35
  • Auflagendruck: EUR 700
  • Marketing: EUR 220
  • Total: EUR 2’955

Als ich die Zahl gesehen habe, bin sogar ich zusammengezuckt. Mein Arbeitsaufwand, da kann man locker von hunderten Stunden ausgehen, wenn nicht sogar tausenden, ist da noch nicht eingerechnet. Natürlich kann man das Lektorat und Korrektorat weglassen, das Cover selbst gestalten und das Buch in Word setzen. Oder im Print on Demand Verfahren veröffentlichen und überhaupt keine Werbung fürs Buch schalten. Manche Autor*innen sind sogar sehr erfolgreich damit. Aber man erhöht die Chancen auf zufriedene Leser*innen, wenn man in sein Buch investiert.

Mein Ziel ist es, die Kosten wieder hineinzubekommen. Du kannst mir dabei helfen, indem du, falls du mein Buch lesen möchtest, ein Taschenbuch direkt bei mir bestellst. Denn so muss ich nicht den Großteil des Erlöses an den Buchhandel abgeben. Schreib mir einfach eine E-Mail

Ein Kommentar

    • Estella Marie 💕

    • 8 Monaten ago

    Ein sehr aufschlussreicher Beitrag, wenn man selbst irgendwann veröffentlichen möchte. Vielen lieben Dank dafür ☺️

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